Montag, 29. Oktober 2012

Hypnose - Erfahrungsbericht bei Zahnarztangst

An dieser Stelle möchte ich einen Erfahrungsbericht schreiben , über Hypnose , angewandt bei Zahnarztangst.

Heute war es nun soweit ! Meine erste Hypnose beim Zahnarzt.
Ich war sehr aufgeregt !

Deshalb war das ganze gar keine leichte Sache !

Diese Hypnose ist nicht zu vergleichen , mit dem was so im TV und Shows gezeigt wird !!
Mit schnipsen und einfach umfallen ist hier nicht!
Und obwohl ich dies wußte , war ich doch noch einmal ganz falsch dazu eingestellt.

Eines vorne weg - man ist und bleibt während der gesamten Behandlung Herr seiner Sinne und kann somit "eingreifen" wenn etwas unbehaglich wird.
Man ist doch bewußt dabei.


Als erstes wird eine kleine Wanderung durch den Körper gemacht , nachdem man die Augen geschlossen hat. Von den Liedern zu den Ohren,Schultern über den Rücken bis hin zu den Füßen.

Die Helferin hatte in dieser Zeit ihre Hand auf der Schulter liegen , die mit der Atmung ging.

Danach versuchte der Arzt , einen in Gedanken auf die "Reise"zu schicken.Bei mir war es die Hochzeit von vor 17 Jahren.
Vor der Behandlung machte er sich dazu Stichworte , die er mir nun mit sanfter Stimme erzählte.
Dazu muß ich sagen,das mir das doch recht schwer gefallen ist.Teilweise dachte ich , das funktioniert nie und wir brechen das ganze ab. Mich zu konzetrieren fiel mir schwer.
Aber meine Atmung wurde gleichmässig und tief.Dies wiederum beruhigte mich noch mehr.Ich konnte mich fallen lassen.
Leider änderte sich das teilweiße , an der Stelle wo der Bohrer kam aber auch nur da. Ich wurde etwas angespannt und die Atmung ging schneller.
Aber nach wenigen Sekunden war meine Atmung wieder tief und ruhig - auch Dank dieser warmer Hand auf meiner Schulter.
Weitere Tätigkeiten des Arztes haben mich überhaupt nicht weiter interessiert!
Wann ich den Mund schließen oder öffnen sollte , hatte ich ja zuvor "gelernt" durch typische Berührungen .
So konnte ich weiterhin in Gedanken bei der Hochzeit sein,was auch doch noch funktionierte!

Und siehe da...nach wirklich kurzer Zeit war alles vorbei.
Der Arzt sagte mir , die Behandlung sei zu Ende und berührte mich an den zuvor gelernten Stellen.
Ich öffnete die Augen , fühlte mich entspannt,etwas müde und der Kreislauf war doch sehr runter gefahren.
Nach einem kurzem Gespräch wie ich mich fühle ect . kam die Frage , wie lange wohl die Behandlung gedauert hätte....
Ich sage ca 10 Min.
ABER !!
Es waren tatsächlich 50 Min.wo ich behandelt wurde !!
WOW !
Das hätte ich nicht gedacht , das man das Zeitgefühl so verliert.

Die erste Behandlung ist der "schwerste"Einstieg.
Es solle beim nächsten mal schon bedeutend besser gehen , da man leichter rein findet.
Ich denke , das mir das ganze mit dem erinnern auch so schwer gefallen ist , da ich nur gewohnt war unter Valium behandelt zu werden oder in Vollnarkose-oder....gar nicht.
Mir persönlich hat diese Behandlung sehr gut getan,auch wenn ich oft Probleme hatte,los zu lassen und abzutauchen.Aber wenn ich an meine Besuche vor diesem Arzt denke,war das ein himmelgroßer Unterschied !!
Natürlich hab ich schon einen neuen Termin vereinbart ;)
Ich bin sehr gespannt,ob ich mich dann besser hin geben kann. 
Auch wenn ich mich nun oute ;) ich stehe dazu.Ich hab schon als sehr kleines Mädchen schlimme Erfahrungen gesammelt und deshalb habe ich heute diese Phobie.
Und ich "oute"mich gerne , wenn ich mit diesem Bericht andere Mut machen kann.
Gerne kann man mich auch kontaktieren zu diesem Problem unter:
tattoo-lady74(@)live.de       natürlich ohne die Klammern ! 
Alles Gute
und LG
Michaela

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